Woher kommt diese Frucht
Die Banane, die Orange, der Apfel: jede hat eine Reise hinter sich, die man auf der Karte findet.
Woher kommt diese Frucht ist eine Montessori-Aktivität für die Altersstufe 4-6 Jahre. Bereich: Die Welt entdecken. Dauer: 20 Min.
Was die Aktivität fördert
Die alltägliche Nahrung mit den Ländern der Welt verbinden, und einer Karte zum ersten Mal einen konkreten Sinn geben.
Das Material
- Vier oder fünf kürzlich gekaufte Früchte mit ihrem Herkunftsetikett, etwa Banane, Orange, Apfel und Kiwi
- Eine Weltkarte, oder das Puzzle der Kontinente, falls es zu Hause schon vorhanden ist
- Klebepunkte oder kleine gefaltete Zettel
- Ein Tablett, um die Früchte zu tragen
Schritt für Schritt
- Legen Sie die Früchte auf das Tablett und lesen Sie gemeinsam die Etiketten, eines nach dem anderen.
- Nehmen Sie die erste Frucht, suchen Sie das Land auf der Karte, und legen Sie die Frucht darauf, wenn sie dort Platz hat.
- Sonst kleben Sie einen Punkt auf das Land und behalten die Frucht daneben.
- Wiederholen Sie das mit einer zweiten Frucht, dann lassen Sie es die übrigen suchen.
- Ist alles platziert, treten Sie zurück und betrachten Sie die mit Früchten bedeckte Karte.
- Zeigen Sie schließlich, wo Sie wohnen, und schauen Sie sich die Entfernung an, die jede Frucht zurückgelegt hat.
Die Rolle der Eltern
Machen Sie aus dieser Aktivität keine Geografiestunde und keinen Vortrag über Transportwege. Ein Kind in diesem Alter behält eine Sache auf einmal: hier, dass das, was es isst, von einem bestimmten Ort kommt. Der Rest kommt in ein paar Jahren von selbst.
Sicherheit
Früchte werden vor dem Anfassen gewaschen, und die Hände danach ebenso. Essen Sie die Früchte am Ende, schneiden Sie sie selbst in passende Stücke: Runde, harte Früchte wie ganze Weintrauben stellen ein Erstickungsrisiko dar.
Sie allein beurteilen, was zu Ihrem Kind passt. Diese Aktivitäten dienen der Bildung und dem Spiel: sie ersetzen weder ärztlichen Rat noch die Begleitung durch eine Fachkraft für frühkindliche Entwicklung.
So passen Sie die Aktivität an
- Leichter: nur zwei Früchte, eine lokale und eine von weit her.
- Schwieriger: verarbeitete Produkte hinzufügen, deren Herkunft auf der Verpackung steht, Reis, Schokolade, Kaffee.
- Zum Weitermachen: die Aktivität in einer anderen Jahreszeit wiederholen, die Herkunftsländer wechseln im Jahresverlauf.
Als Nächstes
Weitere Aktivitäten für ein Kind von 4-6 Jahre.
Mit Plättchen zählen
Ein Plättchen hinlegen, eine Zahl sagen. Die Zahl wird zu etwas, das man anfassen kann.
Vom Größten zum Kleinsten
Fünf Dinge der Größe nach ordnen, ohne Lineal und ohne Messen. Nur Auge und Hand.
Den Snack selbst zubereiten
Schälen, schneiden, anrichten, servieren. Ein echter Snack, von einem Fünfjährigen von Anfang bis Ende zubereitet.
Papierstreifen schneiden
Öffnen, schließen, vorrücken. Eine Schere ist in wenigen Sitzungen gezähmt.
Den Tisch zählend decken
Vier Teller, vier Gläser, vier Gabeln: echtes Zählen, weil es hier wirklich gebraucht wird.
Den Namen in Grieß schreiben
Ein Tablett mit Grieß, ein Finger, und ein Name, den ein Wisch wieder verschwinden lässt.
Die rauen Ziffern
Ziffern, die mit dem Finger nachgefahren werden, in Schreibrichtung, damit die Hand sie kennt, bevor sie sie schreibt.
Die Sandpapierbuchstaben
Buchstaben mit den Fingerspitzen nachfahren, in Schreibrichtung, während man ihren Laut sagt: die Hand lernt schreiben, bevor der Stift kommt.
Eine Stickkarte nähen
Eine stumpfe Nadel, ein Wollfaden, eine gelochte Karte: oben, unten, oben, und der Stolz, selbst genäht zu haben.
Vom Leichtesten zum Schwersten
Gleiche Töpfchen, unterschiedlicher Inhalt, und Hände, die besser wiegen als Augen: der Gewichtssinn wird trainiert.
Die eigenen Schuhe polieren
Bürsten, wichsen, zum Glänzen bringen: der große Kreislauf der Pflege von Dingen.
Seine ersten Wörter legen
« Oma » aus Buchstaben legen, lange bevor man einen Stift halten kann: die bewegliche Alphabet-Magie.
Einen Orangensaft pressen
Schneiden, pressen, eingießen, servieren: ein echter Saft von Anfang bis Ende, für jemanden gemacht.
Papier entlang der Linie falten
Ecke auf Ecke legen, die Falz sicher nachziehen: die Präzision, die die Geometrie vorbereitet.
Gerade und ungerade
Die Plättchen unter jeder Zahl zu zweit anordnen: die Zahlen zeigen ihr Geheimnis.
Die Formen im Beutel
Einen Würfel, eine Kugel, eine Pyramide allein durch Betasten am Grund eines Beutels erkennen.
Die Spindeln und die Null
Stäbchen von 0 bis 9 in die richtigen Fächer legen und entdecken, dass null nichts bedeutet.
Einen Blumenstrauß binden
Stiele schneiden, die Vase füllen, die Blumen ordnen und den Strauß auf den Tisch stellen.
Mit Plättchen addieren
Drei und zwei Plättchen, die zusammengelegt werden: die erste Addition, mit den Händen gemacht.
Knoten und Aufknoten
Zwei Bänder, ein Knoten, dann die Schleife: die Finger lernen, was die Schnürsenkel später verlangen.
Die Zehnerreihe entdecken
Zehn auf einen Faden gezogene Perlen werden zu einem einzigen Gegenstand: das ist zehn.
Mit Plättchen subtrahieren
Plättchen wegnehmen und schauen, was übrig bleibt: die Subtraktion wird zur Geste.
Einen echten Brief schreiben
An jemanden schreiben, der antworten wird: die Schrift bekommt endlich einen Sinn.
Seine Schüssel spülen
Zwei Schüsseln, ein Schwamm, und die eigene Schüssel wird zwischen seinen Händen wieder sauber.
Drei Stränge flechten
Drei Bänder, die sich immer in derselben Reihenfolge überkreuzen.
Der Vulkan aus Natron
Natron, Essig, und der Berg beginnt vor Schaum überzulaufen.
Insel und See in einer Schale
Erde inmitten von Wasser, Wasser inmitten von Erde: zwei Schalen, zwei Wörter fürs Leben.
Das Puzzle der Kontinente
Sechs farbige Formen, zurück auf die Karte: die ganze Welt passt auf den Tisch.
Sein Herz hören
Ein Trichter, ein Schlauch, und ein regelmäßiges Geräusch, das es noch nie gehört hat.
Tag und Nacht mit einer Orange
Eine Lampe, eine sich drehende Orange, ein Klebepunkt: und es versteht, warum die Nacht kommt.
Seinem Schatten in der Sonne folgen
Morgens ist er lang, mittags fast verschwunden: sein Schatten erzählt die Tageszeit.