Mit Plättchen subtrahieren
Plättchen wegnehmen und schauen, was übrig bleibt: die Subtraktion wird zur Geste.
Was die Aktivität fördert
Eine Menge von einer anderen wegnehmen und den Rest feststellen. Die Subtraktion ist sichtbar, bevor sie geschrieben wird: die weggenommenen Plättchen wandern in ein Schälchen, die übrigen liegen vor Augen. Das Ergebnis ist keine zu findende Antwort, es ist das, was daliegt.
Das Material
- Etwa zwanzig gleiche Plättchen
- Zwei Schälchen: eines für den Vorrat, eines für das Weggenommene
- Karten mit den Ziffern 1 bis 10, falls das Kind sie schon erkennt
Schritt für Schritt
- Reihen Sie sieben Plättchen mit Abstand vor dem Kind auf und zählen Sie sie gemeinsam.
- Sagen Sie: « wir nehmen drei weg » und legen Sie drei davon ins Schälchen.
- Zählen Sie neu, was auf dem Tisch übrig bleibt: vier.
- Es beginnt mit einer anderen Ausgangszahl von vorn, nimmt weg, zählt neu.
- Kennt es die Ziffern, legt es die Karten: sieben, minus drei, ergibt vier.
Die Rolle der Eltern
Fragen Sie niemals « wie viel bleibt übrig », bevor es die Plättchen weggenommen hat: die Frage verwandelt eine Handlung in eine Prüfung. Erst wegnehmen, dann zählen, was übrig bleibt, in dieser Reihenfolge. Stimmt das Ergebnis nicht, schieben Sie die restlichen Plättchen einzeln beiseite, während es laut mitzählt, ohne das Ergebnis vorzugeben.
Sicherheit
Breite Plättchen, niemals Münzen oder kleine Gegenstände, die verschluckt werden könnten. Ein Erwachsener bleibt anwesend.
Sie allein beurteilen, was zu Ihrem Kind passt. Diese Aktivitäten dienen der Bildung und dem Spiel: sie ersetzen weder ärztlichen Rat noch die Begleitung durch eine Fachkraft für frühkindliche Entwicklung.
So passen Sie die Aktivität an
- Leichter: von fünf Plättchen ausgehen und nur eines wegnehmen.
- Schwieriger: alle Plättchen wegnehmen und die Null entdecken, die nicht nichts ist, sondern keines.
- Zum Weitermachen: eine Anzahl Plättchen zu gleichen Teilen zwischen zwei Personen aufteilen.
Als Nächstes
Weitere Aktivitäten für ein Kind von 4-6 Jahre.
Mit Plättchen zählen
Ein Plättchen hinlegen, eine Zahl sagen. Die Zahl wird zu etwas, das man anfassen kann.
Vom Größten zum Kleinsten
Fünf Dinge der Größe nach ordnen, ohne Lineal und ohne Messen. Nur Auge und Hand.
Den Snack selbst zubereiten
Schälen, schneiden, anrichten, servieren. Ein echter Snack, von einem Fünfjährigen von Anfang bis Ende zubereitet.
Papierstreifen schneiden
Öffnen, schließen, vorrücken. Eine Schere ist in wenigen Sitzungen gezähmt.
Den Tisch zählend decken
Vier Teller, vier Gläser, vier Gabeln: echtes Zählen, weil es hier wirklich gebraucht wird.
Den Namen in Grieß schreiben
Ein Tablett mit Grieß, ein Finger, und ein Name, den ein Wisch wieder verschwinden lässt.
Die rauen Ziffern
Ziffern, die mit dem Finger nachgefahren werden, in Schreibrichtung, damit die Hand sie kennt, bevor sie sie schreibt.
Die Sandpapierbuchstaben
Buchstaben mit den Fingerspitzen nachfahren, in Schreibrichtung, während man ihren Laut sagt: die Hand lernt schreiben, bevor der Stift kommt.
Eine Stickkarte nähen
Eine stumpfe Nadel, ein Wollfaden, eine gelochte Karte: oben, unten, oben, und der Stolz, selbst genäht zu haben.
Vom Leichtesten zum Schwersten
Gleiche Töpfchen, unterschiedlicher Inhalt, und Hände, die besser wiegen als Augen: der Gewichtssinn wird trainiert.
Die eigenen Schuhe polieren
Bürsten, wichsen, zum Glänzen bringen: der große Kreislauf der Pflege von Dingen.
Seine ersten Wörter legen
« Oma » aus Buchstaben legen, lange bevor man einen Stift halten kann: die bewegliche Alphabet-Magie.
Einen Orangensaft pressen
Schneiden, pressen, eingießen, servieren: ein echter Saft von Anfang bis Ende, für jemanden gemacht.
Papier entlang der Linie falten
Ecke auf Ecke legen, die Falz sicher nachziehen: die Präzision, die die Geometrie vorbereitet.
Gerade und ungerade
Die Plättchen unter jeder Zahl zu zweit anordnen: die Zahlen zeigen ihr Geheimnis.
Die Formen im Beutel
Einen Würfel, eine Kugel, eine Pyramide allein durch Betasten am Grund eines Beutels erkennen.
Die Spindeln und die Null
Stäbchen von 0 bis 9 in die richtigen Fächer legen und entdecken, dass null nichts bedeutet.
Einen Blumenstrauß binden
Stiele schneiden, die Vase füllen, die Blumen ordnen und den Strauß auf den Tisch stellen.
Mit Plättchen addieren
Drei und zwei Plättchen, die zusammengelegt werden: die erste Addition, mit den Händen gemacht.
Knoten und Aufknoten
Zwei Bänder, ein Knoten, dann die Schleife: die Finger lernen, was die Schnürsenkel später verlangen.
Die Zehnerreihe entdecken
Zehn auf einen Faden gezogene Perlen werden zu einem einzigen Gegenstand: das ist zehn.
Einen echten Brief schreiben
An jemanden schreiben, der antworten wird: die Schrift bekommt endlich einen Sinn.
Seine Schüssel spülen
Zwei Schüsseln, ein Schwamm, und die eigene Schüssel wird zwischen seinen Händen wieder sauber.
Drei Stränge flechten
Drei Bänder, die sich immer in derselben Reihenfolge überkreuzen.