Gerade und ungerade
Die Plättchen unter jeder Zahl zu zweit anordnen: die Zahlen zeigen ihr Geheimnis.
Was die Aktivität fördert
Die gerade oder ungerade Struktur der Zahlen entdecken, indem die Plättchen ZU ZWEIT angeordnet werden: unter manchen Zahlen hat jedes Plättchen seinen Nachbarn, unter anderen bleibt eines ganz allein unten übrig. Das Konzept wird GESEHEN, bevor es benannt wird.
Das Material
- Die Zahlenkarten von eins bis zehn, dieselben, die das Kind schon von den Rauzahlen und vom Zählen kennt
- Fünfundfünfzig gleiche Plättchen, Knöpfe oder flache Kieselsteine: genau die Anzahl, um von eins bis zehn zu kommen
- Eine große Matte, denn die vollständige Reihe braucht Platz
Schritt für Schritt
- Reihen Sie die Zahlen von eins bis zehn oben auf der Matte auf, der Reihe nach, gemeinsam mit ihm.
- Unter die Eins legen Sie ein Plättchen. Unter die Zwei zwei Plättchen nebeneinander, als Paar. Unter die Drei ein Paar und darunter, in der Mitte, ein einzelnes Plättchen.
- Machen Sie gemeinsam weiter: die Plättchen werden immer zu zweit angeordnet, und das einzelne Plättchen, wenn es eines gibt, kommt allein nach unten.
- Betrachten Sie am Ende die Reihe: unter jeder zweiten Zahl ragt unten ein einsames kleines Plättchen hervor.
- Fahren Sie mit dem Finger zwischen den Paaren hinunter: unter der Vier gleitet der Finger bis ganz unten, unter der Fünf stößt er auf das einzelne Plättchen. Dann kommen die Wörter: gerade, ungerade.
Die Rolle der Eltern
Lassen Sie die Entdeckung durch das Bild geschehen: der Wechsel der einsamen Plättchen, bei jeder zweiten Zahl, ist eine der ersten mathematischen Regelmäßigkeiten, die das Kind mit eigenen Augen SIEHT. Definieren Sie «gerade» nicht im Voraus: erst legen, dann betrachten, zuletzt benennen. Die Anzahl der Plättchen ist genau fünfundfünfzig: fehlt eines oder bleibt eines übrig, ist irgendwo eine Reihe falsch, und man sucht gemeinsam, welche.
Sicherheit
Plättchen, die zu groß für den Mund sind, falls ein kleines Geschwisterkind in der Nähe ist. Es ist eine Aktivität für eine große Matte, am Boden, in Ruhe.
Sie allein beurteilen, was zu Ihrem Kind passt. Diese Aktivitäten dienen der Bildung und dem Spiel: sie ersetzen weder ärztlichen Rat noch die Begleitung durch eine Fachkraft für frühkindliche Entwicklung.
So passen Sie die Aktivität an
- Leichter: nur die Zahlen von eins bis fünf, fünfzehn Plättchen.
- Schwieriger: VOR dem Auslegen der Plättchen erraten, ob die Zahl ein einsames Plättchen haben wird.
- Zum Weitermachen: gerade und ungerade im Alltag suchen, bei Socken, Besteck, Händen.
Als Nächstes
Weitere Aktivitäten für ein Kind von 4-6 Jahre.
Mit Plättchen zählen
Ein Plättchen hinlegen, eine Zahl sagen. Die Zahl wird zu etwas, das man anfassen kann.
Vom Größten zum Kleinsten
Fünf Dinge der Größe nach ordnen, ohne Lineal und ohne Messen. Nur Auge und Hand.
Den Snack selbst zubereiten
Schälen, schneiden, anrichten, servieren. Ein echter Snack, von einem Fünfjährigen von Anfang bis Ende zubereitet.
Papierstreifen schneiden
Öffnen, schließen, vorrücken. Eine Schere ist in wenigen Sitzungen gezähmt.
Den Tisch zählend decken
Vier Teller, vier Gläser, vier Gabeln: echtes Zählen, weil es hier wirklich gebraucht wird.
Den Namen in Grieß schreiben
Ein Tablett mit Grieß, ein Finger, und ein Name, den ein Wisch wieder verschwinden lässt.
Die rauen Ziffern
Ziffern, die mit dem Finger nachgefahren werden, in Schreibrichtung, damit die Hand sie kennt, bevor sie sie schreibt.
Die Sandpapierbuchstaben
Buchstaben mit den Fingerspitzen nachfahren, in Schreibrichtung, während man ihren Laut sagt: die Hand lernt schreiben, bevor der Stift kommt.
Eine Stickkarte nähen
Eine stumpfe Nadel, ein Wollfaden, eine gelochte Karte: oben, unten, oben, und der Stolz, selbst genäht zu haben.
Vom Leichtesten zum Schwersten
Gleiche Töpfchen, unterschiedlicher Inhalt, und Hände, die besser wiegen als Augen: der Gewichtssinn wird trainiert.
Die eigenen Schuhe polieren
Bürsten, wichsen, zum Glänzen bringen: der große Kreislauf der Pflege von Dingen.
Seine ersten Wörter legen
« Oma » aus Buchstaben legen, lange bevor man einen Stift halten kann: die bewegliche Alphabet-Magie.
Einen Orangensaft pressen
Schneiden, pressen, eingießen, servieren: ein echter Saft von Anfang bis Ende, für jemanden gemacht.
Papier entlang der Linie falten
Ecke auf Ecke legen, die Falz sicher nachziehen: die Präzision, die die Geometrie vorbereitet.
Die Formen im Beutel
Einen Würfel, eine Kugel, eine Pyramide allein durch Betasten am Grund eines Beutels erkennen.
Die Spindeln und die Null
Stäbchen von 0 bis 9 in die richtigen Fächer legen und entdecken, dass null nichts bedeutet.
Einen Blumenstrauß binden
Stiele schneiden, die Vase füllen, die Blumen ordnen und den Strauß auf den Tisch stellen.
Mit Plättchen addieren
Drei und zwei Plättchen, die zusammengelegt werden: die erste Addition, mit den Händen gemacht.
Knoten und Aufknoten
Zwei Bänder, ein Knoten, dann die Schleife: die Finger lernen, was die Schnürsenkel später verlangen.