Die Luft durch Pusten entdecken
Man sieht sie nicht, man fühlt sie nicht, und doch bewegt sie die Feder.
Die Luft durch Pusten entdecken ist eine Montessori-Aktivität für die Altersstufe 2-3 Jahre. Bereich: Die Welt entdecken. Dauer: 10 Min.
Was die Aktivität fördert
Sich der Luft durch ihre Wirkung bewusst werden, und die Stärke des eigenen Atems steuern, was auch die Sprache vorbereitet.
Das Material
- Eine Feder, eine kleine Wattekugel, ein Korken, eine Murmel
- Ein breiter Strohhalm
- Ein glatter Tisch, oder ein Tablett mit Rand
- Eventuell ein Fächer oder ein Stück Karton
Schritt für Schritt
- Reihen Sie die vier Gegenstände auf dem Tisch auf, vom leichtesten zum schwersten.
- Setzen Sie sich Ihrem Kind gegenüber, nehmen Sie die Feder, und pusten Sie sanft darauf.
- Wiederholen Sie das mit der Watte, dann dem Korken, dann der Murmel, ohne das Ergebnis zu kommentieren.
- Reichen Sie ihm den Strohhalm und lassen Sie es an den vier Gegenständen ausprobieren.
- Schauen Sie gemeinsam, was sich bewegt hat und was nicht.
- Beenden Sie, indem Sie beide auf die Hand des anderen pusten, um die Luft zu spüren, ohne sie zu sehen.
Die Rolle der Eltern
Diese Aktivität ist ein Experiment, kein Wettspiel: ermuntern Sie es nicht, stärker zu pusten. Die Fehlerkontrolle liegt in der Murmel, die sich nicht bewegen wird, was auch immer es tut, und die so zeigt, dass Luft eine Grenze hat. Ein Strohhalm pro Kind, nie geteilt.
Sicherheit
Eine Murmel und ein Korken sind Gegenstände, die verschluckt werden können: ständige Aufsicht ist Pflicht, und sofortiges Wegräumen nach dem Ende. Zeigen Sie deutlich, dass man IN den Strohhalm pustet und nicht einsaugt. Stoppen Sie, wenn Ihr Kind mehrmals hintereinander sehr stark pustet, das kann Schwindel auslösen.
Sie allein beurteilen, was zu Ihrem Kind passt. Diese Aktivitäten dienen der Bildung und dem Spiel: sie ersetzen weder ärztlichen Rat noch die Begleitung durch eine Fachkraft für frühkindliche Entwicklung.
So passen Sie die Aktivität an
- Leichter: nur die Feder, mit vollem Mund gepustet, ohne Strohhalm.
- Schwieriger: die Watte über den ganzen Tisch wandern lassen, ohne dass sie herunterfällt.
- Zum Weitermachen: draußen an einem windigen Tag eine Feder loslassen und schauen, wohin die Luft sie trägt.
Als Nächstes
Weitere Aktivitäten für ein Kind von 2-3 Jahre.
Körner umschütten
Die Aktivität schlechthin: zwei Kannen, ein paar Körner, und eine Bewegung, die das Kind hundertmal wiederholt.
Den Schwamm ausdrücken
Wasser von einer Schale in die andere bringen, indem man einen Schwamm ausdrückt. Einfach, nass, unwiderstehlich.
Nach Farben sortieren
Jeder Deckel findet zu seiner Familie. Die erste echte Sortierarbeit.
Auf- und zuschrauben
Drei Gläser, drei Deckel, und eine Drehbewegung des Handgelenks, die erobert werden will.
Krümel zusammenkehren
Ein Handfeger, eine Kehrschaufel, und der Stolz, sein Missgeschick selbst in Ordnung zu bringen.
Sockenpaare finden
Der Wäschekorb wird zum Suchspiel, und Sie bekommen sortierte Wäsche zurück.
Wasser eingießen
Zwei kleine Kannen, etwas Wasser, und die Bewegung, die stolz macht: eingießen, ohne zu verschütten.
Die Formenbox
Ein Kreis, ein Quadrat, ein Dreieck und drei Schlitze: jede Form passt nur in ihren eigenen.
Die Bilder benennen
Ein paar Karten mit Tieren oder Dingen und die Drei-Stufen-Lektion, die die Wörter wirklich verankert.
Hände waschen
Ein ganzes Ritual mit Schüssel, Seife und Handtuch: der erste große vollständige Ablauf, den das Kind allein von Anfang bis Ende durchführt.
Eine Mandarine schälen
Anstechen, ziehen, die Spalten trennen und essen, was man selbst zubereitet hat: praktisches Leben, das nach etwas schmeckt.
Gegenstände und ihre Bilder
Den echten Löffel auf sein Foto legen: die Brücke zwischen Dingen und Bildern.
Riegel und Verschlüsse
Riegel, Haken, Kette, Schloss: alles, was das Haus verschließt, auf einem Brett zum Erkunden.
Seine Schuhe anziehen
Hinsetzen, zielen, die Ferse hineinschieben, schließen: aus eigener Kraft aus dem Haus gehen.
Guten Tag, danke, bitte
Grüßen, danken, bitten üben, wie ein Rollenspiel zu zweit: Höflichkeit wird geübt, bevor sie gelebt wird.
Die Sprühflasche
Den Abzug einer Sprühflasche drücken und Pflanzen besprühen: die Hand trainiert für das Schreiben.
Groß und klein sortieren
Zwei Körbchen, ein Stapel Gegenstände, eine einzige Frage: groß oder klein?
Den Mantel ganz allein anziehen
Der Mantel liegt verkehrt herum am Boden, die Arme in die Ärmel, und schwupp, er kommt über den Kopf.
Viel und nur eins
Eine volle Schale, eine Schale mit nur einer Nuss: die allererste Vorstellung von Menge.
Die Aufkleber
Einen Aufkleber ablösen und auf einen gezeichneten Kreis kleben: der Zangengriff formt sich.
Obst waschen
Einen Apfel unter Wasser abreiben, abtrocknen, in die Schale legen: für die anderen zubereiten.
Dosen und Deckel zuordnen
Fünf Dosen, fünf gemischte Deckel: jeder passt nur auf seine eigene.
Glatt und rau
Zwei Täfelchen mit den Fingerspitzen streicheln: der Tastsinn lernt zu vergleichen.
Das Dreiteile-Puzzle
Drei Formen zurück in ihre Vertiefung: drehen, zielen, einsetzen.
Die Farben benennen
Rot, Blau, Gelb: drei Täfelchen, drei Wörter, und die Lektion in drei Stufen.
Schwimmt oder sinkt
Eine Wanne, zehn Haushaltsgegenstände, und die erste Wissenschaftsfrage: Was passiert wohl?
Das schmelzende Eis
Ein Eiswürfel in der Hand, einer im Teller: Welcher verschwindet zuerst?
Die Tiere und ihre Jungen
Die Kuh und das Kalb, das Huhn und das Küken: jedes große Tier findet sein Junges wieder.
Was aus der Natur kommt, sortieren
Gewachsen oder hergestellt: ein Sortieren, das den Blick auf die Dinge verändert.
Abdrücke im Salzteig
Eine Muschel, ein Blatt, ein Schlüssel: jeder Gegenstand hinterlässt seine eigene Spur.
Den eigenen Baum besuchen
Ein einziger, selbst ausgesuchter Baum, den man im Wechsel der Jahreszeiten wieder ansieht und berührt.