Wörter in Silben klatschen
Ein Wort, ein Klatschen: das Kind hört, dass Wörter aus Teilen bestehen.
Was die Aktivität fördert
Ein gehörtes Wort in Silben zerlegen, zuerst mit dem Körper, dann im Kopf. Diese Entdeckung, dass Sprache aus Teilen besteht, bereitet unmittelbar das Lesen vor: Laute lassen sich nicht zusammensetzen, die man nie einzeln gehört hat.
Das Material
- Gar kein Material, oder ein paar vertraute Gegenstände vor sich hingelegt
- Ihre beiden Hände und seine
- Vornamen aus der Familie, das sind die Wörter, die es am meisten interessieren
Schritt für Schritt
- Sagen Sie seinen Vornamen langsam und klatschen Sie einmal pro Silbe: « An, na », zwei Schläge.
- Wiederholen Sie es einmal, ohne die Regel zu erklären, klatschen Sie einfach.
- Sagen Sie einen anderen Vornamen und halten Sie Ihre Hände still: jetzt klatscht es.
- Gehen Sie zu den Gegenständen vor Ihnen über, einen nach dem anderen, in seinem Tempo.
- Hören Sie auf, solange es noch ein Spiel ist, nie erst, wenn die Lust nachlässt.
Die Rolle der Eltern
Erklären Sie niemals, was eine Silbe ist, das Wort bedeutet ihm nichts. Klatschen Sie, es wird von selbst mitklatschen. Klatscht es dreimal für ein Wort mit zwei Silben, sagen Sie das Wort einfach noch einmal klatschend vor, ohne zu sagen, dass es sich geirrt hat: sein Ohr richtet sich nach Ihrem. Wählen Sie zuerst Wörter mit zwei klar getrennten Teilen, wie « Ja, kob ».
Sicherheit
Eine Tätigkeit ohne Material und ohne Risiko. Ist das Kind logopädisch in Behandlung, folgen Sie den Anweisungen der zuständigen Fachperson.
Sie allein beurteilen, was zu Ihrem Kind passt. Diese Aktivitäten dienen der Bildung und dem Spiel: sie ersetzen weder ärztlichen Rat noch die Begleitung durch eine Fachkraft für frühkindliche Entwicklung.
So passen Sie die Aktivität an
- Leichter: nur Vornamen mit zwei sehr deutlich getrennten Silben.
- Schwieriger: lange Wörter, und die Schläge im Nachhinein zählen.
- Zum Weitermachen: herausfinden, wer in der Familie den längsten Vornamen hat.
Als Nächstes
Weitere Aktivitäten für ein Kind von 3-4 Jahre.
Servietten falten
Zwei Ecken aufeinanderlegen, dann zwei weitere. Geometrie, die nach Waschmittel riecht.
Perlen auffädeln
Ein Loch von wenigen Millimetern mit einem Band treffen. Konzentration garantiert.
Den Tisch waschen
Eine echte Hausarbeit, vom Anfang bis zum Aufräumen. Kinder lieben sie, weil sie nützlich ist.
Ich errate den ersten Laut
« Ich sehe etwas, das fängt mit mmm an... » Der allererste Schritt zum Lesen.
Mit der Zange umfüllen
Eine Küchenzange, leere Mulden zum Füllen, und drei Finger, die still vor sich hin arbeiten.
Das Spiel der Gegensätze
Schwer und leicht, rau und weich: Wörter, die man mit den Händen versteht, bevor man sie sagt.
Knöpfen und aufknöpfen
Ein Stoffstreifen mit großen Knöpfen, und die geduldige Bewegung, die zum Alleinanziehen führt.
Texturen zuordnen
Stoffpaare, die allein durch Tasten wiedergefunden werden, mit geschlossenen Augen: der Tastsinn wird feiner.
Auf der Linie gehen
Ein Band auf dem Boden, und der ganze Körper lernt Gleichgewicht und Ruhe, Schritt für Schritt.
Das Stillespiel
Gemeinsam Stille herstellen, ihr zuhören, dann den eigenen Namen geflüstert hören: das ruhigste Spiel der Welt.
Eins für jeden
Eine Nuss pro Schale, nie zwei, nie null: die Eins-zu-eins-Zuordnung, Grundlage allen Rechnens.
Die Klangdosen
Geschlossene Dosen, die flüstern oder klappern: die Paare allein mit dem Ohr finden.
Muttern auf Schrauben drehen
Echte Schrauben und Muttern, nach Größe sortiert: die Werkstatt für kleine Finger.
Vom Hellsten zum Dunkelsten
Sieben Abstufungen derselben Farbe wieder in die richtige Reihenfolge bringen: das Auge lernt genaues Sehen.
Die Stufen zählen
Eine Zahl pro Stufe, ein Wort pro Schritt: die Zahlenreihe wird zur Körpererfahrung.
Bilder in die richtige Reihenfolge bringen
Drei Bilder derselben Geschichte ordnen und dann erzählen: die Erzählung entsteht.
Die Zahlenstangen
Stangen mit wachsender Länge: die Menge wird zu etwas, das man sieht und in der Hand wiegt.
Das Reimspiel
Haus und Maus, das klingt am Ende gleich: das Ohr bereitet sich aufs Lesen vor, ganz ohne Buch.
Mit einem Trichter gießen
Ein Trichter, eine Flasche mit engem Hals, und Wasser, das nur bei ruhiger Hand hindurchläuft.
Wie viele sind es?
Kleine echte Sammlungen zählen, jeden Gegenstand dabei verschieben: ein Wort, eine Geste, nie mehr.
Ziffer und Menge zuordnen
Die geschriebene Ziffer trifft endlich auf die Menge, die sie darstellt, Plättchen für Plättchen.
Bilder in Familien einordnen
Tiere auf der einen Seite, Obst auf der anderen: der Wortschatz ordnet sich in Schubladen.
Düfte riechen und wiedererkennen
Zwei Reihen kleiner Töpfe, und ein Sinn, der fast nie geübt wird: der Geruchssinn.
Formen mit einer Schablone nachziehen
Der Stift folgt dem Rand der Form: die Hand lernt, genau dort anzuhalten.