Formen mit einer Schablone nachziehen
Der Stift folgt dem Rand der Form: die Hand lernt, genau dort anzuhalten.
Was die Aktivität fördert
Einen Stift halten und seine Linie entlang eines Umrisses führen. Die Schablone übernimmt, was die Hand noch nicht kann: sie stoppt den Stift. Das Kind spürt die Grenze, statt sie sich vorzustellen, und genau diese Kontrolle der Bewegung, nicht die Schönheit der Zeichnung, bereitet das Schreiben vor.
Das Material
- Zwei oder drei Schablonen mit einfachen Formen: Kreis, Quadrat, Dreieck
- Ausreichend dicke, gut gespitzte Buntstifte
- Blätter in der Größe eines Platzdeckchens, niemals größer
Schritt für Schritt
- Legen Sie die Schablone auf das Blatt und halten Sie sie mit einer Hand flach fest.
- Fahren Sie mit dem Stift langsam und in einem Zug um die Form herum.
- Heben Sie die Schablone ab: die Form steht nun auf dem Blatt.
- Geben Sie ihm den Stift und lassen Sie es machen, halten Sie die Schablone, wenn es darum bittet.
- Danach füllt es das Innere mit Strichen, vom Rand zur Mitte, so viel es möchte.
Die Rolle der Eltern
Führen Sie seine Hand niemals mit Ihrer eigenen. Rutscht der Stift ab, ist die Schablone verrutscht: bieten Sie an, sie festzuhalten, mehr nicht. Das Ausfüllen ist kein dekoratives Ausmalen, es ist eine Handübung, die genauso viel wert ist wie der Umriss, also lassen Sie es füllen, solange es Freude daran hat.
Sicherheit
Schablonen aus dickem Kunststoff ohne scharfe Kanten, kurze und stabile Stifte. Gezeichnet wird sitzend, niemals mit einem Stift im Mund.
Sie allein beurteilen, was zu Ihrem Kind passt. Diese Aktivitäten dienen der Bildung und dem Spiel: sie ersetzen weder ärztlichen Rat noch die Begleitung durch eine Fachkraft für frühkindliche Entwicklung.
So passen Sie die Aktivität an
- Leichter: nur eine Form, der Kreis, und eine mit Klebeband fixierte Schablone.
- Schwieriger: zwei überlappende Formen, dann jeden Teil einzeln ausfüllen.
- Zum Weitermachen: dieselbe Form groß und klein zeichnen und ineinander einpassen.
Als Nächstes
Weitere Aktivitäten für ein Kind von 3-4 Jahre.
Servietten falten
Zwei Ecken aufeinanderlegen, dann zwei weitere. Geometrie, die nach Waschmittel riecht.
Perlen auffädeln
Ein Loch von wenigen Millimetern mit einem Band treffen. Konzentration garantiert.
Den Tisch waschen
Eine echte Hausarbeit, vom Anfang bis zum Aufräumen. Kinder lieben sie, weil sie nützlich ist.
Ich errate den ersten Laut
« Ich sehe etwas, das fängt mit mmm an... » Der allererste Schritt zum Lesen.
Mit der Zange umfüllen
Eine Küchenzange, leere Mulden zum Füllen, und drei Finger, die still vor sich hin arbeiten.
Das Spiel der Gegensätze
Schwer und leicht, rau und weich: Wörter, die man mit den Händen versteht, bevor man sie sagt.
Knöpfen und aufknöpfen
Ein Stoffstreifen mit großen Knöpfen, und die geduldige Bewegung, die zum Alleinanziehen führt.
Texturen zuordnen
Stoffpaare, die allein durch Tasten wiedergefunden werden, mit geschlossenen Augen: der Tastsinn wird feiner.
Auf der Linie gehen
Ein Band auf dem Boden, und der ganze Körper lernt Gleichgewicht und Ruhe, Schritt für Schritt.
Das Stillespiel
Gemeinsam Stille herstellen, ihr zuhören, dann den eigenen Namen geflüstert hören: das ruhigste Spiel der Welt.
Eins für jeden
Eine Nuss pro Schale, nie zwei, nie null: die Eins-zu-eins-Zuordnung, Grundlage allen Rechnens.
Die Klangdosen
Geschlossene Dosen, die flüstern oder klappern: die Paare allein mit dem Ohr finden.
Muttern auf Schrauben drehen
Echte Schrauben und Muttern, nach Größe sortiert: die Werkstatt für kleine Finger.
Vom Hellsten zum Dunkelsten
Sieben Abstufungen derselben Farbe wieder in die richtige Reihenfolge bringen: das Auge lernt genaues Sehen.
Die Stufen zählen
Eine Zahl pro Stufe, ein Wort pro Schritt: die Zahlenreihe wird zur Körpererfahrung.
Bilder in die richtige Reihenfolge bringen
Drei Bilder derselben Geschichte ordnen und dann erzählen: die Erzählung entsteht.
Die Zahlenstangen
Stangen mit wachsender Länge: die Menge wird zu etwas, das man sieht und in der Hand wiegt.
Das Reimspiel
Haus und Maus, das klingt am Ende gleich: das Ohr bereitet sich aufs Lesen vor, ganz ohne Buch.
Mit einem Trichter gießen
Ein Trichter, eine Flasche mit engem Hals, und Wasser, das nur bei ruhiger Hand hindurchläuft.
Wie viele sind es?
Kleine echte Sammlungen zählen, jeden Gegenstand dabei verschieben: ein Wort, eine Geste, nie mehr.
Ziffer und Menge zuordnen
Die geschriebene Ziffer trifft endlich auf die Menge, die sie darstellt, Plättchen für Plättchen.
Wörter in Silben klatschen
Ein Wort, ein Klatschen: das Kind hört, dass Wörter aus Teilen bestehen.
Bilder in Familien einordnen
Tiere auf der einen Seite, Obst auf der anderen: der Wortschatz ordnet sich in Schubladen.
Düfte riechen und wiedererkennen
Zwei Reihen kleiner Töpfe, und ein Sinn, der fast nie geübt wird: der Geruchssinn.