Das Reimspiel
Haus und Maus, das klingt am Ende gleich: das Ohr bereitet sich aufs Lesen vor, ganz ohne Buch.
Was die Aktivität fördert
Die phonologische Bewusstheit entwickeln, also die Fähigkeit, die Laute eines Wortes unabhängig von seiner Bedeutung zu hören. Zu hören, dass Haus und Maus gleich enden, ist die direkte Grundlage des Lesens.
Das Material
- Vier bis sechs Paare von Gegenständen oder Bildern, deren Namen sich reimen: Maus und Haus, Hase und Nase, Kuh und Schuh
- Ein Korb, um sie bereitzustellen, eine Matte, um sie aufzureihen
- Vor allem Ihre Stimme: Reime hört man, man liest sie nicht
Schritt für Schritt
- Nehmen Sie die Gegenstände langsam benennend aus dem Korb und reihen Sie sie auf.
- Nehmen Sie zwei, die sich reimen, sagen Sie sie nacheinander und ziehen Sie das Ende in die Länge: « Mauuus... Hauuus ». Rücken Sie sie zusammen.
- Nehmen Sie zwei, die sich nicht reimen, sagen Sie sie, und schieben Sie sie mit einer kleinen Grimasse auseinander: das passt nicht zusammen.
- Lassen Sie das Kind die übrigen Paare laut ausprobierend suchen.
- Enden Sie damit, gemeinsam Reime auf seinen Namen zu erfinden, auch Wörter, die es gar nicht gibt.
Die Rolle der Eltern
Ziehen Sie das Wortende in die Länge, genau darin liegt die ganze Pädagogik: der Reim muss körperlich hörbar sein. Sprechen Sie hier nie von Buchstaben oder Schrift, geübt wird das OHR. Erfundene Wörter, die sich reimen, sind ausgezeichnete Antworten: sie beweisen, dass das Prinzip verstanden wurde, nicht nur Paare auswendig gelernt sind.
Sicherheit
Kein Risiko. Achten Sie nur darauf, dass es ein Spiel bleibt: über misslungene Reime wird gelacht, nie bewertet.
Sie allein beurteilen, was zu Ihrem Kind passt. Diese Aktivitäten dienen der Bildung und dem Spiel: sie ersetzen weder ärztlichen Rat noch die Begleitung durch eine Fachkraft für frühkindliche Entwicklung.
So passen Sie die Aktivität an
- Leichter: zwei sehr unterschiedliche Paare, mit den Gegenständen in der Hand.
- Schwieriger: ohne Gegenstände, nur nach Gehör, im Gehen.
- Zum Weitermachen: Ich errate den ersten Laut, der andere Zugang zum Lesen.
Als Nächstes
Weitere Aktivitäten für ein Kind von 3-4 Jahre.
Servietten falten
Zwei Ecken aufeinanderlegen, dann zwei weitere. Geometrie, die nach Waschmittel riecht.
Perlen auffädeln
Ein Loch von wenigen Millimetern mit einem Band treffen. Konzentration garantiert.
Den Tisch waschen
Eine echte Hausarbeit, vom Anfang bis zum Aufräumen. Kinder lieben sie, weil sie nützlich ist.
Ich errate den ersten Laut
« Ich sehe etwas, das fängt mit mmm an... » Der allererste Schritt zum Lesen.
Mit der Zange umfüllen
Eine Küchenzange, leere Mulden zum Füllen, und drei Finger, die still vor sich hin arbeiten.
Das Spiel der Gegensätze
Schwer und leicht, rau und weich: Wörter, die man mit den Händen versteht, bevor man sie sagt.
Knöpfen und aufknöpfen
Ein Stoffstreifen mit großen Knöpfen, und die geduldige Bewegung, die zum Alleinanziehen führt.
Texturen zuordnen
Stoffpaare, die allein durch Tasten wiedergefunden werden, mit geschlossenen Augen: der Tastsinn wird feiner.
Auf der Linie gehen
Ein Band auf dem Boden, und der ganze Körper lernt Gleichgewicht und Ruhe, Schritt für Schritt.
Das Stillespiel
Gemeinsam Stille herstellen, ihr zuhören, dann den eigenen Namen geflüstert hören: das ruhigste Spiel der Welt.
Eins für jeden
Eine Nuss pro Schale, nie zwei, nie null: die Eins-zu-eins-Zuordnung, Grundlage allen Rechnens.
Die Klangdosen
Geschlossene Dosen, die flüstern oder klappern: die Paare allein mit dem Ohr finden.
Muttern auf Schrauben drehen
Echte Schrauben und Muttern, nach Größe sortiert: die Werkstatt für kleine Finger.
Vom Hellsten zum Dunkelsten
Sieben Abstufungen derselben Farbe wieder in die richtige Reihenfolge bringen: das Auge lernt genaues Sehen.
Die Stufen zählen
Eine Zahl pro Stufe, ein Wort pro Schritt: die Zahlenreihe wird zur Körpererfahrung.
Bilder in die richtige Reihenfolge bringen
Drei Bilder derselben Geschichte ordnen und dann erzählen: die Erzählung entsteht.
Die Zahlenstangen
Stangen mit wachsender Länge: die Menge wird zu etwas, das man sieht und in der Hand wiegt.
Mit einem Trichter gießen
Ein Trichter, eine Flasche mit engem Hals, und Wasser, das nur bei ruhiger Hand hindurchläuft.
Wie viele sind es?
Kleine echte Sammlungen zählen, jeden Gegenstand dabei verschieben: ein Wort, eine Geste, nie mehr.