Eine Schublade öffnen und schließen
Eine niedrige Schublade, nur für es, mit immer demselben Inhalt.
Eine Schublade öffnen und schließen ist eine Montessori-Aktivität für die Altersstufe 12-18 Monate. Bereich: Feinmotorik. Dauer: 5-10 Min.
Was die Aktivität fördert
Ziehen und Schieben dosieren, und entdecken, dass ein verstecktes Ding weiterhin existiert.
Das Material
- Eine niedrige, leichte Schublade, oder eine Schubladenbox auf dem Boden
- Nur ein vertrauter Gegenstand zum Hineinlegen
- Eine Klemmschutzvorrichtung, oder eine Schublade, die sich nicht von selbst schließt
Schritt für Schritt
- Zeigen Sie die geschlossene Schublade, legen Sie die Hand auf den Griff und ziehen Sie langsam.
- Nehmen Sie den Gegenstand heraus, zeigen Sie ihn, und legen Sie ihn wieder hinein.
- Schieben Sie die Schublade sanft ganz zu.
- Treten Sie zurück und lassen Sie es den ganzen Ablauf machen.
- Lassen Sie die Schublade zugänglich: es wird von allein mehrmals am Tag zurückkommen.
Die Rolle der Eltern
Nur ein Gegenstand in der Schublade, mehrere Wochen lang immer derselbe. Eine volle Schublade wird zum Abladeort, und das Kind leert sie, ohne je zu schließen. Ziel ist der vollständige Ablauf: öffnen und wieder schließen.
Sicherheit
⚠️ Finger klemmen sich in Schubladen: wählen Sie eine leichte Schublade ohne Federverschluss, oder bringen Sie einen Dämpfer an. Das Möbelstück muss AN DER WAND VERANKERT sein, ein Kind, das sich auf eine offene Schublade stützt, kann das ganze Möbelstück zum Kippen bringen. Keine Produkte oder gefährlichen Gegenstände in den anderen Schubladen.
Sie allein beurteilen, was zu Ihrem Kind passt. Diese Aktivitäten dienen der Bildung und dem Spiel: sie ersetzen weder ärztlichen Rat noch die Begleitung durch eine Fachkraft für frühkindliche Entwicklung.
So passen Sie die Aktivität an
- Leichter: die Schublade bereits einen Spalt geöffnet.
- Schwieriger: eine Box mit einem Deckel zum Einstecken.
- Zum Weitermachen: zwei Schubladen, eine für Socken, eine für die Mütze.
Als Nächstes
Weitere Aktivitäten für ein Kind von 12-18 Monate.
Allein mit dem Löffel essen
Eine schwere Schüssel, dickes Püree, und der Löffel kommt endlich an.
Die Socken ausziehen
Die allererste Anziehbewegung läuft umgekehrt: erst ausziehen, dann anziehen.
Den Arm in den Ärmel strecken
Sich zu zweit anziehen ist schon Anziehen: es streckt den Arm, Sie halten den Ärmel.
Ein Spielzeug in den Korb räumen
Ein Gegenstand, ein Korb, ein Platz: Aufräumen beginnt mit einer einzigen Sache.
Sich mit dem Waschlappen das Gesicht abwischen
Ein lauwarmer Waschlappen, ein Spiegel in seiner Höhe, und die erste Pflege, die es sich selbst gibt.
In den Mülleimer werfen
Das Papier zum Mülleimer tragen und hineinfallen lassen: eine ganze Mission.
Der Spiegel am Boden
Ein niedrig angebrachter Spiegel, an dem ein Kind lange entdeckt, dass dieses Gesicht sein eigenes ist.
Die Sinnesflasche
Wasser, Glitzer, ein festgeklebter Deckel: die Welt wird in einer Flasche langsamer.
Der Korb mit Stoffen
Seide, Wolle, Samt: die Hand lernt zu unterscheiden, noch bevor die Wörter da sind.
Kalt oder lauwarm
Zwei Waschlappen, zwei Temperaturen, und ein Gefühl, das benannt wird.
Auf Töpfe klopfen
Ein Holzlöffel, drei Töpfe, und das erste Orchester des Hauses.
Tücher aus der Schachtel ziehen
Eine Taschentuchbox, geknotete Tücher, und ein Ziehen ohne Ende.
Bälle in den Korb fallen lassen
Greifen ist leicht, im richtigen Moment loslassen ist eine eigene Lernaufgabe.
Becher ineinanderstecken
Drei Becher, drei Größen: der kleinste passt am Ende immer in den größten.
Pappseiten umblättern
Das Buch ist zuerst ein Gegenstand, dann eine Geschichte, und die Seite wird mit zwei Fingern umgeblättert.
Die Kugelröhre
Der Ball geht oben hinein, verschwindet, und kommt unten heraus: mechanische Magie, hundertmal zu wiederholen.
Die Handlungen im Bad erzählen
Das Baden wird zur Wortschatzstunde, wenn man benennt, was man gerade tut.
Benennen, was man aus dem Fenster sieht
Nichts vorzubereiten: die Welt zieht am Fenster vorbei und wartet darauf, benannt zu werden.
Das Fotoalbum der Familie
Echte Fotos der Menschen, die es liebt, in einem Album, das es selbst öffnet.
Kuckuck mit dem Tuch
Das Gesicht verschwindet, das Gesicht kommt zurück: das Spiel, das zeigt, dass Verschwundenes wiederkommt.
Füllen und leeren
Der volle Eimer, der leere Eimer, und der unermüdliche Weg vom einen zum anderen.
Drinnen, draußen
Der Gegenstand geht in die Box, der Gegenstand kommt aus der Box: der erste Raumbegriff.
Der Korb mit Obst und Gemüse
Echtes Obst, schwer und duftend, lange vor dem Essen zum Wiegen in der Hand.
Der Spaziergang auf Kinderhöhe
Fünfzig Meter in zwanzig Minuten: der langsamste und reichste Spaziergang.