Tierlaute nachahmen
Die Kuh macht muh, die Katze macht miau: So kommen oft die ersten Wörter.
Was die Aktivität fördert
Die ersten willentlichen Lautäußerungen fördern: Tierlaute sind leichter zu sprechen als Wörter und öffnen die Tür zur Sprache. Jeder nachgeahmte Laut ist ein werdendes Wort, und das Kind hat daran große Freude.
Das Material
- Drei oder vier realistische Tierfiguren, oder sehr klare Bilder
- Ein kleiner Korb, um sie einzeln herauszunehmen
- Ihre Stimme, klar und fröhlich, ohne übertriebene Karikatur
Schritt für Schritt
- Nehmen Sie eine Figur aus dem Korb, stellen Sie sie vor das Kind und benennen Sie das Tier: « die Kuh ».
- Machen Sie eine kurze Pause, dann ahmen Sie seinen Laut langsam und deutlich nach: « muuuh ».
- Warten Sie. Versucht es sich daran, auch ungenau, lächeln Sie und machen Sie den Laut gemeinsam noch einmal.
- Nehmen Sie die nächste Figur, nie mehr als drei oder vier pro Sitzung.
- Räumen Sie die Figuren gemeinsam in den Korb: das Ende gehört zum Spiel dazu.
Die Rolle der Eltern
Verlangen Sie nichts: Ein Kind, das zuhört, ohne selbst zu sprechen, arbeitet ebenso, die eigene Lautäußerung kommt von allein. Benennen Sie das Tier IMMER vor seinem Laut, sonst lehren Sie nur ein Geräusch. Wiederholen Sie dieselben Tiere über Wochen: Die Wiederholung verankert, die Neuheit zerstreut.
Sicherheit
Figuren, die zu groß für den Mund sind, aus Holz oder massivem Kunststoff, mit Farbe, die nicht abblättert.
Sie allein beurteilen, was zu Ihrem Kind passt. Diese Aktivitäten dienen der Bildung und dem Spiel: sie ersetzen weder ärztlichen Rat noch die Begleitung durch eine Fachkraft für frühkindliche Entwicklung.
So passen Sie die Aktivität an
- Leichter: nur zwei Tiere, sehr unterschiedlich voneinander.
- Schwieriger: die Figur hinter dem Rücken verstecken und den Laut machen, das Kind muss raten.
- Zum Weitermachen: jede Figur ihrem Foto zuordnen, etwa ab 2,5 Jahren.
Als Nächstes
Weitere Aktivitäten für ein Kind von 18 Monate-2 Jahre.
Mit dem Löffel umfüllen
Zwei Schalen, ein Löffel, ein paar Kichererbsen: die erste große Baustelle der Selbstständigkeit.
Wäscheklammern am Korb
Klemmen, anstecken, abnehmen: drei Finger, die für das spätere Schreiben arbeiten.
Der geheimnisvolle Beutel
Einen Gegenstand nur durch Betasten erkennen, ohne ihn zu sehen. Ein kleiner Zaubertrick des Tastsinns.
Eine Pflanze gießen
Eine echte Verantwortung, die schon ein Kind von achtzehn Monaten übernehmen kann.
Der Korb mit echten Dingen
Fünf Dinge aus dem Haushalt in einem Korb, und auf jedes ein einziges genaues Wort.
Ringe auf den Stab stecken
Zielen, aufschieben, loslassen: die erste genaue Bewegung, mit einem schönen Geräusch am Ende.
Der Schatzkorb
Ein Korb mit echten Dingen zum freien Erkunden, mit Händen und Mund: die allererste sinnliche Entdeckung.
Boxen öffnen und schließen
Schachteln und Fläschchen aller Art, zum Öffnen und wieder Verschließen: jeder Deckel verlangt eine andere Bewegung.
Die Plättchen-Spardose
Dicke Plättchen einzeln durch den Schlitz einer Dose stecken und sie beim Öffnen wiederfinden: ein Klassiker mit Suchtpotenzial.
Ein Bilderbuch mit echten Fotos
Echte Fotos, ein Erwachsener ganz für sich: die Wörter setzen sich im Schoß fest.
Die eigene Wäsche in den Korb legen
Socken in den Korb, jeden Abend: die erste echte Aufgabe, in Kinderhöhe.
Der erste Steckeinsatz
Ein Puzzle mit nur einem runden Teil und großem Knopf: der Kreis passt, oder passt nicht.
Seinen Stuhl tragen
Den kleinen Stuhl mit beiden Händen tragen und geräuschlos absetzen: der ganze Körper lernt Beherrschung.
Die Permanenzbox
Der Ball verschwindet im Loch und taucht in der Schublade wieder auf: das Rätsel der Dinge, die zurückkehren.
Fingerspiele singen
Dieselben Lieder, dieselben Gesten, jeden Tag: die Musik, die den Wörtern ihren Platz gibt.
Würfel stapeln
Einen Würfel auf den anderen legen und loslassen, ohne alles umzuwerfen: die Hand lernt Behutsamkeit.
Ein Tablett tragen
Ein Tablett mit beiden Händen tragen, ein kurzer Weg, ein Glas, das nicht kippen darf.
Die Matte ausrollen
Eine kleine Matte ausrollen, darauf arbeiten, sie aufrollen und wegräumen: der Rahmen für alles Weitere.
Die Einsatzzylinder
Zylinder in verschiedenen Größen, für jeden nur ein passendes Loch: das Holz lügt nicht.
Die Körperteile zeigen
Wo ist deine Nase, wo ist dein Ellbogen: die Körperwörter kommen über den berührenden Finger.
Allein aus dem Glas trinken
Ein echtes kleines Glas, nur wenig gefüllt, und der Stolz, wie die Großen zu trinken.
Einen Ball rollen lassen
Ein Ball, der rollt und zurückkommt: der erste Austausch zu zweit, ganz ohne Worte.
Die Schüttelinstrumente
Ein Glöckchen, Maracas, ein Tamburin: entdecken, dass eine Geste einen Klang erzeugt.
Einen Reißverschluss öffnen
Den Schieber greifen und mit einem festen Zug öffnen: die Geste für Jacken und Federmäppchen.