Allein aus dem Glas trinken
Ein echtes kleines Glas, nur wenig gefüllt, und der Stolz, wie die Großen zu trinken.
Was die Aktivität fördert
Allein aus einem echten Glas trinken, ohne Schnabel und ohne Deckel: die Bewegung verlangt, die Neigung zu dosieren und den Wasserstand zu spüren. Das Glas aus echtem Glas ist eine bewusste Wahl, keine Unvorsicht: Es informiert das Kind durch sein Gewicht und seine Zerbrechlichkeit besser als jeder Kunststoff.
Das Material
- Ein sehr kleines, stabiles Glas aus dickem Glas, das in zwei Kinderhände passt
- Wasser, nur am Boden eingefüllt, etwa zwei Zentimeter hoch
- Ein kleiner, stabiler Tisch und ein Tuch in Reichweite
Schritt für Schritt
- Stellen Sie das Glas, nur wenig gefüllt, vor ihm auf den Tisch.
- Nehmen Sie Ihr eigenes, trinken Sie langsam einen Schluck und stellen Sie das Glas geräuschlos wieder ab.
- Lassen Sie es sein eigenes mit beiden Händen nehmen und in seinem eigenen Tempo trinken.
- Verschüttet es etwas, sagen Sie nichts: Reichen Sie ihm das Tuch, es wischt auf, und Sie füllen erneut nach.
- Das Glas kommt immer auf den Tisch zurück, nie auf den Boden: das ist die Regel für ein Glas aus echtem Glas.
Die Rolle der Eltern
Zwei Zentimeter Wasser, nicht mehr: Ein volles Glas ist zu schwer und läuft bei der ersten Neigung über. Halten Sie das Glas nicht mit ihm zusammen und sagen Sie nicht « vorsichtig ». Ein Glas, das eines Tages zerbricht, ist kein Scheitern, sondern die klarste Information, die ein Gegenstand über seine eigene Zerbrechlichkeit geben kann, und das Kind begreift es auf einen Schlag.
Sicherheit
Ein DICKES Glas, niemals ein dünnes, das in tausend Splitter zerspringt. Ein Erwachsener bleibt ständig anwesend, Scherben werden sofort aufgesammelt, und das Kind tritt dabei zur Seite.
Sie allein beurteilen, was zu Ihrem Kind passt. Diese Aktivitäten dienen der Bildung und dem Spiel: sie ersetzen weder ärztlichen Rat noch die Begleitung durch eine Fachkraft für frühkindliche Entwicklung.
So passen Sie die Aktivität an
- Leichter: ein kleines Glas aus Edelstahl, leicht und unzerbrechlich, für die allerersten Versuche.
- Schwieriger: sich selbst aus einem kleinen Krug einschenken und dann trinken.
- Zum Weitermachen: das volle Glas ein paar Schritte weit bis zum Tisch tragen.
Als Nächstes
Weitere Aktivitäten für ein Kind von 18 Monate-2 Jahre.
Mit dem Löffel umfüllen
Zwei Schalen, ein Löffel, ein paar Kichererbsen: die erste große Baustelle der Selbstständigkeit.
Wäscheklammern am Korb
Klemmen, anstecken, abnehmen: drei Finger, die für das spätere Schreiben arbeiten.
Der geheimnisvolle Beutel
Einen Gegenstand nur durch Betasten erkennen, ohne ihn zu sehen. Ein kleiner Zaubertrick des Tastsinns.
Eine Pflanze gießen
Eine echte Verantwortung, die schon ein Kind von achtzehn Monaten übernehmen kann.
Der Korb mit echten Dingen
Fünf Dinge aus dem Haushalt in einem Korb, und auf jedes ein einziges genaues Wort.
Ringe auf den Stab stecken
Zielen, aufschieben, loslassen: die erste genaue Bewegung, mit einem schönen Geräusch am Ende.
Der Schatzkorb
Ein Korb mit echten Dingen zum freien Erkunden, mit Händen und Mund: die allererste sinnliche Entdeckung.
Boxen öffnen und schließen
Schachteln und Fläschchen aller Art, zum Öffnen und wieder Verschließen: jeder Deckel verlangt eine andere Bewegung.
Die Plättchen-Spardose
Dicke Plättchen einzeln durch den Schlitz einer Dose stecken und sie beim Öffnen wiederfinden: ein Klassiker mit Suchtpotenzial.
Ein Bilderbuch mit echten Fotos
Echte Fotos, ein Erwachsener ganz für sich: die Wörter setzen sich im Schoß fest.
Die eigene Wäsche in den Korb legen
Socken in den Korb, jeden Abend: die erste echte Aufgabe, in Kinderhöhe.
Der erste Steckeinsatz
Ein Puzzle mit nur einem runden Teil und großem Knopf: der Kreis passt, oder passt nicht.
Seinen Stuhl tragen
Den kleinen Stuhl mit beiden Händen tragen und geräuschlos absetzen: der ganze Körper lernt Beherrschung.
Die Permanenzbox
Der Ball verschwindet im Loch und taucht in der Schublade wieder auf: das Rätsel der Dinge, die zurückkehren.
Fingerspiele singen
Dieselben Lieder, dieselben Gesten, jeden Tag: die Musik, die den Wörtern ihren Platz gibt.
Würfel stapeln
Einen Würfel auf den anderen legen und loslassen, ohne alles umzuwerfen: die Hand lernt Behutsamkeit.
Ein Tablett tragen
Ein Tablett mit beiden Händen tragen, ein kurzer Weg, ein Glas, das nicht kippen darf.
Die Matte ausrollen
Eine kleine Matte ausrollen, darauf arbeiten, sie aufrollen und wegräumen: der Rahmen für alles Weitere.
Die Einsatzzylinder
Zylinder in verschiedenen Größen, für jeden nur ein passendes Loch: das Holz lügt nicht.
Die Körperteile zeigen
Wo ist deine Nase, wo ist dein Ellbogen: die Körperwörter kommen über den berührenden Finger.
Einen Ball rollen lassen
Ein Ball, der rollt und zurückkommt: der erste Austausch zu zweit, ganz ohne Worte.
Tierlaute nachahmen
Die Kuh macht muh, die Katze macht miau: So kommen oft die ersten Wörter.
Die Schüttelinstrumente
Ein Glöckchen, Maracas, ein Tamburin: entdecken, dass eine Geste einen Klang erzeugt.
Einen Reißverschluss öffnen
Den Schieber greifen und mit einem festen Zug öffnen: die Geste für Jacken und Federmäppchen.